Artur Epp berichtet aus Eritrea / Afrika

Dezember 2006 in Eritrea -

Eine Reise voller Zauber und Friedlichkeit - italienische Momente bei einer Bahnfahrt mit der Dampflokomotive - und im Advent

Eritrea-Tourismus ‚par excellence’ . . .

Kemey allokum’ werden wir als Kleingruppe überall begrüßt - das heißt ‚wie geht es Ihnen?’ In der Tigrinya-Sprache.

 

Eritrea hat sich als Tourismus-Ziel profiliert. ‚Eritrea Profile’ heißt auch die Zeitung in englischer Sprache, die in Asmara auf der palmengesäumten Hauptstraße ‚Harnet Avenue’ an allen Ecken angeboten wird.

Andere Reiseschriftsteller bezeichnen Asmara als eine der schönsten Hauptstädte Afrikas. Wunderschön liegt auf 2400m Höhe die architektonisch klar gestaltete Stadt mit italienisch geprägten Gebäuden und seiner von stattlichen Palmen gesäumten Hauptstrasse, der Harnet Avenue.

© Foto: Kathedrale in Asmara an der Harnet Avenue

Die Unkenrufe in Deutschland, die Situation in Eritrea sei kritisch, sind aus heiterem Himmel gegriffen. In das Grenzgebiet zu Äthiopien fährt jetzt ein Tourist ohnedies nicht. Auf den interessanten Routen von Asmara via Ghinda nach Massawa hat unsere kleine Gruppe nicht einmal Militär gesehen. Die Exkursion nach Keren im öffentlichen Bus war kurzweilig und der Ausflug nach Süden Richtung Dekemhare hätte gut nach Sen’afé mit den Ruinen von Matara (Königspalast aus Zeiten des antiken Axum-Reiches)  ausgedehnt werden können, jedoch der Entfernung wegen nur mit einem gemieteten Bus zu absolvieren. Selbst nach Westen wurde jetzt im Dezember ein erstes Permit zur Grenzstadt Kassala an der sudanesischen Grenze ausgestellt – es kehrt also Normalität ein.

 

© Peace for Eritrea

Die Einholung eines „Travel Permit for Foreigners“. wenn von Asmara aus das Land Eritrea bereist wird, hat eher statistische Zwecke und belästigt den Touristen nicht. Wer in Deutschland die Märchen in die Welt setzt, man könne Asmara nicht verlassen, bleibt im Dunkeln.

ER Eritrean Railway – Auferstehung einer Dampf- Legende aus den Trümmern des Befreiungskrieges.

Viel wurde über die Rekonstruktion der Eisenbahn in Eritrea geschrieben. Sogar 2004 wurde von Italienern ein Film gedreht, wie von Massawa am Roten Meer eine Dampf-Traktion von Null auf 2300 m hinauf nach Asmara dampft. Unterwegs keuzt eine Diesel-Traktion – so im DVD-Film von Geramond festgehalten, den von einer Breda Dampflokomotive gezogenen Zug. Es ist eine Bravourleistung, wie nun fast alle Dampflokomotiven von bis zu 75 Jahre alten Eritrern wieder fahrbereit gemacht worden sind. Ein schon 1936 eingesetzter FIAT-Schienenbus ‚Torino’ macht nach Instandsetzung und Neulackierung ebenfalls wieder Dienst und kann sonntags für wenige Euro zu einer Ausflugsfahrt hinunter nach Nefasit gemietet werden.

Hier historische Fotos von 1945, wie die Fahrtzeit Asmara nach Massawa spürbar reduziert worden ist:

  

Fotos von 1945 zeigen den FIAT Torino auf freier Strecke in pittoresker Landschaft.

Für Freunde nostalgischer Eisenbahnen zeigt der Chronist von der Dampfeisenbahnfahrt am Freitag, 8. 12. 2006 anlässlich  des „Tag des Kindes“  einige  Fotos  auf

© Foto Artur Epp: Onkel Tekele sorgt für Kinder

© Foto: Kindergarten-Ausflug zum ‚Tag des Kindes’

der Strecke von Asmara nach Arba Roba mit eritreischen Kindern aus dem Kindergarten – der hoffnungsvollen Zukunft des Staates Eritrea.

© Foto: Kindergarten-Ausflug am 8.12.2006

© Graphik: Der Tourismus geht los nach Eritrea

Zwischen dem Sudan und Äthiopien liegt am Roten Meer das kleine Land ERITREA mit seiner Hauptstadt Asmara und rund 500.000 Einwohnern. Wunderschön liegt auf 2400m Höhe die architektonisch klar gestaltete Stadt mit italienisch geprägten Gebäuden und seiner von stattlichen Palmen gesäumten Hauptstrasse, der Harnet Avenue.

 

© Photo Artur Epp: Kaffeehaus in Asmaras Harnet Avenue

Nahezu jedes fünfte Haus hat ein Café im Parterre und offeriert ‘Latte Machiatto’ oder einen ‘Cappuccino’ von bestem Geschmack.

Der Tourismus aus Deutschland geht nun los und kurz vor unserer Kleingruppe am 5. 12. waren im November andere Reisefreunde auf Tour durch Eritrea. Wir Deutsche sind beliebt, denn Ende der Siebziger Jahre wurden viele Eritreer als Flüchtlinge des Befreiungskrieges in Deutschland aufgenommen. Immer am 24. Mai feiert Eritrea seine Unabhängigkeit und 2007 wird sich diese zum 16. Mal jähren. Touristisch hat das bergige Land am Roten Meer viel zu bieten: Eine interessante Altstadt in Massawa oder das Kloster Bizen auf einem Bergkamm bei Nefasit, die interessanten Märkte in Asmara oder die Dampfeisenbahn hinunter über Ghinda nach Massawa zum Hafen am Roten Meer.

© Foto Artur Epp: FIAT Schienenbus „Torino“ wieder einsatzbereit.

© Artur Epp: Kleiner Wartungsdienst am Motor

 

© Foto Artur Epp: Pflegearbeiten im Lokomotiven-Depot

 

© Foto: Bereitstellung des Zuges am 8. 12. 2006 in Asmara

 

© Foto: Verkauf von Billets für die ER Eritrean Railways

Die wieder zum Leben erweckte Eisenbahn in Eritrea ist mittlerweile auch eine Touristenattraktion und am 8.12. 2006 wurde für 200 Kinder eine Sonderfahrt  von Asmara hinunter nach Arba Roba geplant. Meine kleine Gruppe durfte gegen USDollar 25 sehr preisgünstig miteinsteigen und auch die Rückfahrt wieder hinauf nach Asmara mitmachen. Die Fotos zeigen deutlich, dass das Lokomotivenpersonal und die Zugbegleiter eifrig ihren Beruf ausführen.

 

© Foto Artur Epp: Vor der Abfahrt nochmals Abschmieren . .

 

© Foto Artur Epp: Erstellung von ausreichender Dampfkraft . .

 

© Foto: Kinder sind die Zukunft Eritreas.

 

© Foto zeigt Video-Kameramann Berhane, Videofilm abrufbar

 

© Foto: im Bahnhof Arba Roba werden Waggons umgesetzt

 

© Foto: Bahnhof Keren, zu dem ab Asmara eine Rekonstruktion der Bahntrasse geplant ist.

© Foto: Bahnhof Nefasit, zwischen Asmara und Ghinda

 

© Foto Artur Epp: Bahnhaltepunkt Massawa am Roten Meer

 

© Foto Artur Epp: Moderner Ausflugsbus von Travel House

 

© Foto: Red Sea Hotel in Massawa - vollklimatisiert

 

© Foto: Einkaufen in Massawa, Egypto-orientalischer Bau

 

© Foto Artur Epp: Strand von Gurgusum bei Massawa

 

© Foto Artur Epp: Komfortable Bungalows im

Gurgusum Beach Hotel bei Massawa

© Foto: Italienisch-Eritreisches  Kriegerdenkmal vor Massawa

 

© Foto Artur Epp: Neu erbaute Kirche St. Antonius in Keren

     

© Foto zeigt: Hohler Baobab in Keren mit Kirchenraum im Innern – Schwarze Mariastatue

 

© Foto Artur Epp: Souvenirs bzw. Mitbringsel aus Eritrea

 

© Foto Artur Epp: Handarbeiten im gedeckten Markt Asmara

 

© Foto zeigt Reiseleiter Paolo, informiert sehr gut . . .

 

© Foto zeigt Artur Epp vor dem Eritrean Airlines Büro Asmara

 

© Foto zeigt ein Reisgericht mit Lamm und Asmara-Bier

 

© Foto Artur Epp: Herrliches Gemüse im gedeckten Markt Asmara

Zurückgekehrt von Ausflügen ans Rote Meer oder Norwesten nach Keren usw. lohnt sich ein Abwandern der Sehenswürdigkeiten von Asmara zu Fuß. Dazu gehören eindeutig die vielen gedeckten Hallen Asmaras, die von reichhaltigem Angebot nur so strotzen. Diese gruppieren sich neben und hinter der ‚Großen Moschee’ und das Obst und Gemüse wartet auf Käufer.           Wenn auch wenig verdient wird, so herrscht keine Verelendung und der Tourist wird so gut wie nicht angebettelt. Kinder machen sich höchstens mal einen Sport daraus und sagen’I am hungry’. Die junge Generation spricht oft Englisch, während Ältere eher italienisch verstehen.

 

© Foto Artur Epp: In der Markthalle wird frischer Fisch filetiert.

 

© Foto zeigt ein Gemälde im Eritel, darauf ist eine Kaffezeremonie dargestellt.

 

© Foto Artur Epp: Die Große Moschee in Asmara, Blick von unten

 

© Foto Artur Epp: Neues Mittelklassehotel in Asmara

 

© Foto Artur Epp: Lernende Jugendliche als Gemälde im Alten Parlamentsgebäude and der Harnet Avenue

 

© Foto: Bildung schon 900 Jahre vor Christi: Schriftblock aus Adulis (Rotes Meer)

 

© Foto Artur Epp: Fröhlicher Feierabend im Restaurant Hidmona Asmara, wo abends traditionelle Musik gespielt wird.

 

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